Im Rahmen des Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplans (PNEC) 2030 unterstützt das Wirtschaftsministerium den Ausbau der Agrar-PV in Luxemburg durch Ausschreibungen. Eine erste Pilotausschreibung wurde 2023 veröffentlicht, gefolgt von einer zweiten im Jahr 2025, die vom 15. Februar bis zum 1. September läuft.
Diese Ausschreibungen beziehen sich ausschließlich auf die Errichtung sogenannter Agri-PV-Anlagen („Agri-PV“), ein Modell, das die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die Erzeugung erneuerbarer Energie und die Verbesserung der Biodiversität miteinander verbindet. Durch die Integration dieser drei Dimensionen ermöglichen Agri-PV-Anlagen eine optimierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen.
Um einen Beitrag zu den Zielen des PNEC bis 2030 zu leisten, plant der Staat vorläufig die Zuweisung von etwa 350 bis 380 MW zusätzlicher Agri-PV-Anlagen. Die ausgewählten Unternehmen können prinzipiell einen Marktprämienvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren unterzeichnen, der ihnen eine Vergütung für den erzeugten und ins Netz eingespeisten Strom garantiert.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein vorläufiger Mehrjahresplan erstellt, damit Landwirte und Investoren die Chancen besser einschätzen können. Zwischen 2025 und 2028 sind vier Ausschreibungen vorgesehen. Die nächste Ausschreibung ist für das Frühjahr 2026 geplant.
In diesen Ausschreibungen werden drei Arten von Anlagen unterschieden:
- Anlagen mit vertikalen bifazialen Modulen oder Nachführsystemen,
- Überdachungen,
- Freiflächenanlagen.
Diese Projekte zielen darauf ab, die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu steigern und gleichzeitig die landwirtschaftliche Tätigkeit sowie den Schutz der biologischen Vielfalt zu fördern.